Space Shuttle Mission
STS-105
Nachdem der Start von
STS-105 wegen schlechten Wetters um einen Tag verschoben werden musste,
startete die Discovery problemlos am 10. August 2001, um unter anderem die
Besatzung der Internationalen Raumstation auszutauschen. An Bord waren
Commander Scott Horowitz, Pilot Rick Sturckow und die Missionsspezialisten
Pat Forrester und Dan Barry. Commander Frank Culbertson, Pilot Vladimir
Dezhurov und Flugingenieur Mikhail Tyurin sollten Juri Usachev, Susan
Helms und Jim Voss ablösen, die bereits 155 Tage im All waren. An Bord
befand sich ebenfalls das in Italien gebaute Logistikmodul Leonardo mit
über drei Tonnen Fracht.
Nach einem perfekten
Annäherungsmanöver dockte die Discovery am 12. August an. Nach dem
Öffnen der Schleuse versammelten sich alle Astronauten zur gemeinsamen
Begrüssung an Bord der Raumstation. Mit dem Auswechseln der an den
Körper angepassten Sitze in der angedockten Sojus-Kapsel und den anderen
Raumanzügen übernahm die dritte Besatzung der Raumstation offiziell das
Kommando über die Station. Zur selben Zeit wurde das Leonardo-Modul an
die Station angedockt. Danach begannen intensive Gespräche zwischen der
alten und der neuen Besatzung über die Fortführung der Arbeiten an Bord
der Raumstation.
Am Donnerstag, dem 16.
August übernahmen die Kontrollcomputer von Zvezda nach einem
Software-Upgrade wieder die Kontrolle über die Ausrichtung der Station,
die in der Zwischenzeit von der Discovery ausgeführt worden war. Danach
fand ein über sechsstündiger Weltraumspaziergang statt, während dem die
Astronauten Dan Barry und Pat Forrester ein Versorgungsgerät für
Ammoniak an der Aussenhülle der Station montierten, sowie einen Behälter
mit 750 verschiedenen Materialien, die eineinhalb Jahre lang dem freien
Weltraum ausgesetzt werden sollen.
Der Freitag verging mit
Umladearbeiten aus dem Leonardo-Modul und Vorbereitungsarbeiten für den
zweiten Weltraumspaziergang, der am Samstag durchgeführt wurde. Barry und
Forrester installierten 15 Meter Stromkabel sowie Handgriffe zu beiden
Seiten von Destiny. Die Kabel sind gedacht als Backup für den S0-Adapter,
der nächstes Jahr geliefert werden soll. In der Zwischenzeit wurde das
Leonardo-Modul mit Abfällen und Frachtgütern gefüllt, die zur Erde
zurückgebracht werden sollen.
Am Sonntag, dem 19.
August wurde das Leonardo-Modul wieder in der Discovery installiert, und
am Montag dockte die Discovery von der Raumstation ab. Später am Tag
setzte sie einen kleinen Satelliten namens Simplesat ab, um die
Einsatzfähigkeit preisgünstiger Hardware zu testen. Er wurde
konstruiert, ein GPS-Ausrichtungssystem im freien Flug zu testen, und
wurde mit einer Feder aus einem Behälter im Frachtraum der Discovery
ausgeworfen.
Der Dienstag verging in
Vorbereitungsarbeiten für die Landung. Unter anderem wurden auch
Spezialsitze im Mitteldeck für die abgelöste Besatzung der Raumstation
installiert, um ihnen nach einem Aufenthalt von fünf Monaten im Weltraum
den Abstieg in die Schwerkraft zu erleichtern.
Am Mittwoch, dem 22. August landete die
Discovery schliesslich sicher beim Kennedy Space Center nachdem die
Landung wegen dem Wetter um eine Erdumkreisung verschoben werden musste.
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Ivo
Cassani
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