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GÜNSTIGES UND SCHNELLES VENUS-PROJEKT
DURCH BAUGLEICHHEIT
Fred
Richter
Die europäische Weltraumorganisation ESA gab nach
der erfolgreichen Mission Mars Express, deren Orbiter sich seit Dezember
2003 in einer Umlaufbahn
um den Roten Planeten befindet, ihrer jüngsten Mission nicht zufällig
den ähnlichen Namen Venus Express. Schliesslich sind beide Raumschiffe
fast baugleich und wie auch bei der Mission Mars Express wurde das
Projekt extrem schnell realisiert. Seit der Entscheidung der ESA, Venus
Express
im Rahmen ihres Programms der „kosmischen Visionen für das
neue Jahrtausend“ zu entwickeln, vergingen gerade mal vier Jahre
bis zum Einbau aller Komponenten in die Raumsonde.
Dabei stellte sich die ESA bei ihrer zweiten Planetenmission
gleich drei grosse Herausforderungen: Unter extremen Weltraumbedingungen
sollen äusserst
anspruchsvolle wissenschaftliche Ziele verfolgt werden, die Mission
jedoch sehr kostengünstig gestaltet und dabei das Raumschiff mit
seinen Experimenten so rasch wie möglich fertig gestellt werden.
Deutschland ist über seine Mitgliedschaft in der ESA zu 24 Prozent
an den Raumfahrzeug-, Start- und Missionskosten beteiligt. Die Kosten
für das „Dreigespann“ Rosetta,
Mars Express und Venus Express beziffert die ESA zusammen auf 1,64
Milliarden Euro. Die Gesamtkosten für Venus Express liegen bei 220
Millionen Euro, da das Projekt auf den vorausgegangenen Missionen Rosetta
und Mars
Express aufbaut. Der deutsche Anteil an der Mission beträgt 50 Millionen
Euro.
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