Red Rover goes to Mars

Ein Aufsatz von:

Reto Trappitsch
Mai/Juni 2000


(NASA/JPL)

Vorwort

Dieser Aufsatz wurde von mir speziell für das Projekt Red Rover goes to Mars geschrieben. Der Aufsatz dreht sich um das Projekt des Marslanders 2001. Ich will damit dem Leser einen Einblick in diese Mission geben. Dabei wird vorausgesetzt, dass der Leser noch gar nichts über dieses Projekt weiss. Jedoch können diejenigen, welche mit diesem Projekt bereits bestens vertraut sind, diesen Aufsatz zur Wiederauffrischung ihres Wissens lesen.

Zur Fertigstellung dieses Aufsatzes haben neben mir verschiedene andere Personen beigetragen.
Danken möchte ich ganz herzlich meinem Götti und Mentor Walter Schwanzar, der mir viele Tips zum Schreiben gab, Herrn Jean-Gabriel Gander, der mich vom Schweizer Nationalbüro aus unterstützte, obwohl ich Liechtensteiner bin, Herrn Dr. Bruno Stanek, der mir - wenn ich eine Frage hatte - diese sofort beantwortete und auch mit der Suche von geeigneten Bildern und Informationen half, meinem Vater Karl Trappitsch, der mir diesen Aufsatz korrigierte und mich auch sonst bei diesem Projekt voll unterstützte, meiner Mutter Yvonne Trappitsch, die mich auch sehr unterstützte und meinem Englischlehrer, Herrn Franz Xaver Goop, der mir mit den Uebersetzungen vom Englischen ins Deutsche half. All diese Personen haben mich bei meinem Aufsatz unterstützt. Es möge ihnen auf diesem Wege gedankt sein.

Der Zweck dieses Aufsatzes besteht darin, ihn der Planetary Society vorzulegen, die dann entscheiden wird, ob ich nach Amerika darf um bei diesem Projekt mitzuhelfen. Ich möchte natürlich sehr gerne bei diesem Projekt dabei sein, da ich bereits sechs Jahre Astronomie betreibe, schon viel gelernt habe und mein Wissen auch einmal im Bereich der Raumfahrt erweitern möchte. Für mich wäre dieses Projekt eine grosse Chance, denn ich werde in meinem späteren Leben beruflich sicher im Bereiche Astronomie arbeiten.

Inhalt:

 

 

 

 

 

1.0 Allgemeines zur Mission

So wie es bis jetzt aussieht, sollte die Mars Surveyor Orbitalstation am 30. März 2001 starten. Nach der Ankunft beim Mars sollte die Orbitalstation ihre Sonnensegel ausfahren und betriebsbereit sein.
Der Start des Mars Surveyor 2001 Landers ist für den 10. April 2001 vorgesehen. Dies sind nur elf Tage nach der Orbitalstation. Am 22. Januar 2002 sollte dann der Mars Lander 2001 auf dem Mars landen. Beim Landeplatz muss beachtet werden, dass der Platz nicht zu steinig und nicht zu steil für die Landung ist. Zudem darf bei der Landung auch nicht zuviel Staub aufgewirbelt werden. Als geeigneten Landeplatz würde ich den Gusev-Krater vorschlagen. Er liegt bei den Koordinaten 14.7°S 184.5°W und misst ca. 150km. Evt. bestand in diesem Krater einmal ein See. Dies ist sicher ein sehr interessanter Landeplatz, da man dort evt. auf Spuren dieses ausgetrockneten Sees stossen könnte. Wenn bewiesen würde, dass dort einmal Wasser vorhanden war, so könnte es durchaus auch sein, dass der Mars früher einmal ähnlich der Erde - so wie sie heute ist - war. Auch könnte man bei diesem Landeplatz die weiteren Experimente durchführen. Was man noch abklären müsste, ist, ob bei der Landung möglicherweise zu viel Staub aufgewirbelt würde, welcher der Sonde wiederum Schaden könnte.

1.1 Ziele der Mission

Die Ziele der Mars Mission 2001 liegen bestimmt darin, dass uns die Mission darüber aufklären soll, wie man die Instrumente bei späteren unbemannten Missionen schützen muss. Der noch fast wichtigere Punkt ist jedoch, zu ergründen, wie man den Menschen und seine Ausrüstung bei einer späteren bemannten Mission schützen kann. Auch wird mit Hilfe des Instrumentes MIP (siehe 2.5) getestet, ob man auf dem Mars Treibstoff für den Rückflug zur Erde produzieren kann. Das Ziel, welches diese Mission verfolgt liegt also darin, wie der Mensch auf dem Mars überleben kann. Es werden vielerlei Daten gesammelt, die uns über dieses Thema Aufschluss geben. Dazu kommt noch, dass man herausfinden möchte, wie der Mars früher war. Also wie dort das Klima war und ob es dort einmal Wasser hatte.

1.1.1 Was für Ziele ich besonders gut finde

Eigentlich finde ich alle Ziele der Mission sehr gut gewählt. Das für mich persönlich wichtigste Ziel ist sicher, wie sich der Mensch bei einer evt. bemannten Marslandung zu schützen hat. Auch muss er dabei seine zusätzlichen Instrumente schützen. Es muss meiner Ansicht nach jeder Gefahrenfaktor erkannt sein, bevor man Menschen zum Mars schickt. So würde nämlich das Risiko für Mensch und Ausrüstung nach menschlichem Ermessen so gering wie möglich gehalten.


(NASA/JPL)

2.0 Uebersicht Instrumente

Die Instrumente des 2001 Landers sind sehr zahlreich. Zum Einen besitzt der Lander fix montierte Instrumente, und zum anderen besitzt er einen Rover. Jedes dieser Instrumente hat einen - wissenschaftlich gesehen - wertvollen Zweck. Die Daten, die wir von den Instrumenten erhalten, können für spätere unbemannte oder sogar bemannte Marsmissionen sehr nützlich sein.

2.1 APEX

Das APEX (Athena Precursor Experiment) besteht aus vier Instrumenten.

Nämlich:

  • Pancam
  • Mini-TES
  • Mössbauer Spectrometer
  • APXS (siehe 2.6)

Diese vier Instrumente werden die Form und Beschaffenheit der Felsen und des Bodens analysieren. Das Ziel ist, die Umweltbedingungen des Mars, der früher möglicherweise feuchter und wärmer war, zu erforschen.

  • Pancam:
    Pancam besteht aus einem Paar Panoramakameras, die auf einem Mast des Landers (ca. zwei Meter über der Marsoberfläche) montiert sind. Mehrmals täglich werden diese zwei Kameras hochaufgelöste Bilder zur Erde senden, und dadurch wiederum anderen Instrumenten, wie z. B. dem Marie Curie Rover (siehe 2.6) helfen.
  • Mini-TES:
    Das Mini Thermische Emissionsspektrometer (Mini-TES) wird unter der Pancam montiert werden. Durch einen Periskopenspiegel, der sich zwischen den Pancams befindet, wird Licht auf das Mini-TES reflektiert.
    Das Mini-TES kann thermale Infrarotstrahlen, die für unser Auge unsichtbar sind, bis ins kleinste Detail erkennen. Wie verschiedene Objekte verschiedene Farben haben, haben auch verschiedene Mineralien verschiedene Spektren im thermischen Infrarotbereich, die das Mini-TES sichtbar macht. Diese verschiedenen Spektren können dann mit Spektren von der Erde verglichen werden. So kann festgestellt werden, was für Mineralien auf dem Mars vorhanden sind. Unser Verständnis von Mineralien auf der Erde wird uns z. T. beantworten, ob die Grundanforderungen für Leben auf dem Mars früher besser oder schlechter waren. Für solche Fragen kann das Mini-TES sehr hilfreich sein.
  • Mössbauer Spektrometer:
    Das Mössbauer Spektrometer wird in der unteren Hälfte des Roboterarms positioniert. Von dort aus kann es das strahlende Grundmaterial abschirmen und nur Staub vom Marswind, Felsen und Dreckmaterial beobachten. Auch das Mössbauer Spektrometer wird uns über die damaligen Umweltverhältnisse auf dem Mars Aufschluss geben. Es könnte auch Umweltverhältnisse zeigen, die ein früheres Leben auf dem Mars ermöglicht haben könnten.

2.2 MECA

Das Instrument MECA (Mars Environmental Compatibility Assessment) kann uns Aufschluss über die Gefahren einer evt. Marslandung geben, z. B. wie gefährlich der Marsstaub für die Astronauten oder für ihre Ausrüstung ist. Deshalb besitzt MECA vier Instrumente.

  • Microscopy Station:
    Die Microscopy Station wird Bodenpartikel über deren Beschaffenheit auf verschiedenen Testoberflächen testen. Auch wird die Microscopy Station verschiedene Partikel unter dem optischen Mikroskop betrachten, das bis auf wenige Mikrometer die Partikel wahrnehmen kann. Für kleinere Objekte wird ein Atom-Detektor (AMF) eingesetzt, der Details im Bereich von wenigen Nanometern wahrnimmt. So kann man topographische Bilder der Partikel erstellen. Im Besonderen wird nach Quarz Ausschau gehalten, da diese scharfkantigen Teile für Mensch und Ausrüstung Probleme bereiten könnten.
  • Electrometer:
    Der Electrometer wird auf dem hinteren Teil der Schaufel des Roboterarms montiert und kann dort triboelektrische Strahlung, die beim Graben entsteht, messen. Zudem wird er die Atmosphäre auf triboelektrische Strahlung und auf Ionenströme untersuchen. Aus diesen Messungen können wir dann schlussfolgern, wie man sich auf dem Mars vor Strahlung zu schützen hat.
  • Nass-Chemie Laboratorium:
    Der Roboterarm wird Bodenproben in vier verschiedene Analysationszentren des Laboratoriums befördern. Dort werden diese Proben auf verschiedene Eigenschaften getestet.
  • Haftplatte:
    Die Haftplatte, auf der sich Bodenproben von der Erde und Ausrüstungsteile der Astronauten befinden, wird zuoberst auf MECA montiert. So ist die Haftplatte dem Marswind und dem Staub ausgesetzt und man kann herausfinden, wie die verschiedenen Stoffe auf die Marsumwelt reagieren.

2.3 MARDI

Die Abstiegskamera MARDI (Mars Descent Imager) wird uns die einzigartige Gelegenheit geben, den Landeplatz von oben zu betrachten. Sie wird insgesamt acht Bilder machen, bei denen das erste eine Auflösung von sieben Metern hat und das letzte eine von ca. neun Millimetern. Diese Bilder werden den Einsatzleitern helfen, zu entscheiden, wo mit den Nachforschungen begonnen werden soll. Zudem könnte man schon von diesen Bildern aus beschliessen, wo der Marie Curie Rover fahren soll und auch wie man ihn steuern muss, damit es keinen Unfall gibt. 

2.4 MARIE

Das Instrument MARIE (Mars Radiation Environment Experiment) besteht aus zwei Instrumenten. Das eine ist auf dem Orbiter und das andere auf dem Lander montiert. Beide Instrumente werden die Strahlungen messen, die aus hochenergetischen Teilchen - die sich schnell bewegen - besteht. Diese beinhalten Protonen, Elektronen, Neutronen und Atomkerne. Diese Strahlung kann für Menschen und deren Ausrüstung gefährlich sein. Deshalb untersucht MARIE, welche Strahlung durch die Marsatmosphäre bis zur Oberfläche durchdringt. Daraus kann man dann schliessen, welche Schutzvorrichtungen es für Mensch und Maschine braucht.

  • MARIE Orbiter Spectrometer:
    Dieser Orbiter Spektrometer wird die galaktische kosmische Strahlung (GCR) messen, die von Pulsaren oder Supernovas kommt. Diese Strahlung ist zwar schwach dosiert, jedoch ständig anwesend und kann deshalb auf Dauer schädlich sein. Sie kann das menschliche Zentralnervensystem beeinflussen und das Krebsrisiko erhöhen. Zum Zweiten wird dieses Instrument die solarenergetischen Teilchen (SEP) messen, die während Eruptionen auf der Sonne (Flares) freigesetzt werden.
    Der MARIE Orbiter Spectrometer lässt die Teilchen durch aufeinandergeschichtete Silikon-Detektoren schiessen. Je mehr Energie so ein Teilchen hat, um so schneller ist und um so mehr Detektoren durchdringt es. Durchdringt ein Teilchen alle Detektoren, so trifft es auf den letzten Detektor, der aus Schottglas, einem Material das den Cherenkov Effekt aufzeigt, besteht. Dieser Cherenkov Effekt ist elektromagnetische Strahlung, die sich in einem bestimmten Medium schneller als Licht in diesem Medium bewegt. Mit Hilfe dieser Detektoren kann die Ladung der Teilchen bestimmt werden. Zudem können wir herausfinden, ob das Teilchen aus Wasserstoff, Helium oder anderen Elementen besteht.
  • MARIE Lander Spectrometer:
    Das Spektrometer auf dem Lander ist dem auf auf der Orbitalstation sehr ähnlich. Dieses Spektrometer misst die angehäufte Strahlendosis, die Stärke der Dosis und die lineare Energieübertragung, die uns eine Idee gibt, wie stark so ein Teilchen ionisiert. Der Lander Spektrometer besitzt zwei Detektoren, die aus Silikon gemacht sind. Hinter den Silikon-Detektoren sind zwei Zählgeräte montiert, die die durchdringende Strahlung messen werden. Dort wird auch die Ladung der Teilchen gemessen. Durch den Vergleich der Daten von beiden Spektrometern können wir feststellen, wie durchlässig die Marsatmosphäre ist.

2.5 MIP

Das MIP (Mars In-Situ Propellant Production Precursor) ist eines der wichtigsten Instrumente auf dem Mars Lander 2001. Er wird ein Verfahren prüfen, wie man auf dem Mars Treibstoff herstellen kann. Theoretisch könnte man einen Teil der Atmosphäre verflüssigen. Das Ziel dabei ist das Kohlenmonoxid herauszudestillieren und gleichzeitig genügend Sauerstoff zu produzieren, damit ein Treibstoff nach der chemischen Reaktionsformel

2 CO + O2 = 2 CO2

entsteht. Dieser Herstellungsprozess müsste wartungsfrei über längere Zeit laufen können. Zudem testet man mit MIP, wie man beide Gase nach der Herstellung über längere Zeit speichern kann. Kohlenmonoxid ist zwar ein schlechter Treibstoff, jedoch die beste Alternative zum Antransport von Flüssiggasen von der Erde.

2.6 Rover

Der Rover ist das einzige Instrument des Marslanders 2001, der sich um den Lander herum bewegen wird. Die anderen Instrumente sind fix auf dem Lander montiert. Der Rover jedoch wird um den Lander herumfahren und von dort aus Material untersuchen. Dabei ist der Rover ähnlich konstruiert wie Sojourner, der auf der Mission "Mars Pathfinder" dabei war. Der Rover namens "Marie Curie" hat zwei Instrumente, eine Kamera und das APXS, an Bord. Zuätzlich besitzt der Rover 91 verschiedene Schubladen, die Bodenproben aufnehmen werden. Diese Bodenproben werden dann voraussichtlich im Jahre 2005 mit der Mission Mars 2005 Sample Return Mission (MSR) abgeholt. Einige dieser Proben können auch direkt im Lander analysiert werden.

  • APXS:
    Das APXS (Alpha Proton X-Ray Spektrometer) wurde schon erfolgreich bei der Mars-Mission Pathfinder eingesetzt. Auch bei dieser Mission war es auf dem Rover, dem Sojourner, montiert.
    Das APXS ist für die Bodenanalyse. Dabei werden Bodenproben mit ionisierten Heliumkernen (Alphastrahlen) beschossen. Je nach getroffenen Atomen wird dreierlei Sekundärstrahlung erzeugt, welche über die angetroffenen Elemente Aufschluss geben. Ausser den leichtesten Elementen wie Wasserstoff und Helium lassen sich mit dieser Methode alle chemischen Elemente und deren Verbindungen berührungsfrei analysieren. Man erhofft sich davon noch genauere Resultate über die Elementeverteilung und die vermutlichen vorhandenen Verbindungen.
  • Kamera:
    Die Kamera des Rovers wird uns Bilder der Gesteine zeigen, die er analysiert. Er wird auch mit Hilfe der Bilder der Rover Kamera und der der MARDI Abstiegskamera (siehe 2.3) gesteuert. Zusätzlich werden wir auch einige schöne Bilder vom Rover erhalten.

2.7 Robotic Arm

Der Robotic Arm, der auf dem Lander montiert ist, besitzt insgesamt vier Instrumente. Nämlich das Mössbauer Spectrometer (siehe 2.1), den Electrometer (siehe 2.2), eine Kamera und eine Schaufel. Die Kamera kann uns Bilder von Regionen liefern, die für die Pancam nicht erreichbar sind. Die Kamera auf dem Robotic Arm ist nämlich, gerade weil sie auf dem Arm montiert ist, beweglich. Sie kann also bei den Grabungen behilflich sein und uns von dieser Tätigkeit Bilder liefern. Der Robotic Arm ist erstens dazu da, um den Rover abzusetzen und zweitens, um Bodenproben zu sammeln und zu analysieren.

3.0 Frage (Meinungsverschiedenheit zwischen den zwei Personen)

In diesem Kapitel werde ich die Meinungsverschiedenheit zwischen den zwei Personen Jun und Maria klären.
Ich zitiere die Aufgabe:

Jun und Maria sind unterschiedlicher Meinung, was der Roboterarm als Erstes nach der Landung des Landers auf dem Mars tun soll. Der Roboterarm hat zwei Funktionen:

  1. den Marie Curie Rover aufzuheben und zum Einsatz zu bringen
  2. Mars-Bodenproben für das Bodenstaub-Experiment zu sammeln und zu liefern.

Jun denkt, wenn während des Sammelns von Mars-Bodenproben etwas mit dem Roboterarm passiert, könnte er möglicherweise den Rover nicht zum Einsatz bringen. Der Rover könnte dann keines seiner Instrumente benutzen und wäre unfähig, zu fahren.
Maria denkt, der Arm müsste zuerst Bodenproben für das Bodenstaub-Experiment liefern, denn wenn während der Freisetzung des Rovers etwas mit dem Arm schiefginge, könnte der Arm vielleicht nachher keine Bodenproben liefern und dann würden keinerlei Daten aus dem entscheidend wichtigen Bodenstaub-Experiment zur Verfügung stehen.

Wenn du Projektwissenschafter der Mars Surveyor 2001 Mission wärst, wie würdest du diese Meinungsverschiedenheit lösen? Denke daran, du bereinigst ein Problem zwischen zwei Menschen, nicht nur von zwei Standpunkten.

Zur Art, wie ich die Aufgabe gelöst habe:
Ich habe zum Rover und zum Robotic Arm rationale und irrationale Fakten aufgestellt und diese dann mit "Smiling Faces" bewertet. Danach habe ich zusammengezählt, wieviel lachende, wieviel neutrale und wieviel weinende "Smiling Faces" jedes der zwei Instrumente besitzt. Nach dieser Zählung habe ich den Prozentsatz für jede Gruppe der Smiling Faces jedes Instrumentes berechnet und somit darauf geschlossen, welches Instrument zuerst eingesetzt werden soll.

3.1 Was spricht dafür, dass man zuerst den Rover absetzt?
(Siehe Anhang 4)

Für den Rover spricht vor allem, dass er 91 Schubladen hat, um Gesteinsproben aufzunehmen. Diese Gesteinsproben kann man ja evt. im Jahre 2005 zur Erde bringen. Hier könnte man sie individuell auswerten. Das APXS (siehe 2.6) des Rovers wurde auch schon einmal erfolgreich eingesetzt.

3.2 Was spricht dafür, dass man zuerst das Bodenstaubexperiment durchführt?
(Siehe Anhang 3)

Für das Bodenstaubexperiment spricht, dass es uns Aufschluss über Bestandteile des Bodenstaubes gibt und uns somit aufklären wird, welche Gefahren für den Menschen auf dem Mars drohen. Auch werden topographische Bilder von Partikeln hergestellt, die uns ebenfalls Aufschluss geben, aus was der Staub besteht. Dieses Experiment kann viel zum Gelingen der nächsten Marsmissionen beitragen. Auch können wir aus der Zusammensetzung des Staubes feststellen, wie das Klima des Mars früher war. Die Daten, die uns das Bodenstaub-Experiment liefern wird, wurden zudem noch nie gemessen.

3.3 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
(Siehe Anhang 5)

Ich persönlich würde zuerst das Bodenstaub-Experiment durchführen, weil dieses für spätere Marsmissionen von den Daten her nützlicher ist als die Daten des Rovers. Besonders weil es uns über die Gefahren für Menschen und deren Ausrüstung z. T. aufklären wird. Der Rover ist zwar für die Bevölkerung und die Presse gut, weil man diesen spektakuläre Bilder der Objekte zeigen kann. Also in dem Sinne z. B. Nahaufnahmen von Gesteinsbrocken. Das Bodenstaub-Experiment hat damit mehr Bedeutung für die Wissenschaft.

3.3.1 Alternative

Als Alternative schlage ich vor, dass sich der Rover unabhängig vom Roboterarm vom Lander hinunterbewegt. Eine elegante Möglichkeit wäre da sicher eine Rampe, über die der Rover selbständig zum Marsboden fahren könnte. Wie diese Rampe jedoch montiert werden müsste, kann ich heute nicht bestimmen, da ich die Baupläne des Marslander 2001 noch nicht kenne.

4.0 Zukunft des Mars

4.1 Was die Mission für spätere Marsmissionen bewirken kann

Der Mars Lander 2001 wird für spätere Missionen sicher sehr nützlich sein, weil er Daten über den Mars liefert, die uns sagen können, wie man sich bei späteren, evt. sogar bemannten Missionen zu schützen hat. Auch wie der Mensch auf dem Mars Treibstoff gewinnen kann (siehe 2.5), kann sehr nützlich sein, wenn nicht gar elementare Bedeutung besitzen.

4.2 Persönliche Meinung zur Mission

Ich persönlich finde die Mission sehr gut, weil sie uns, wie schon gesagt, Aufschluss über die Gefahren des Mars geben könnte. Für eine bemannte Mission müssen diese Gefahren bekannt sein, um das Risiko für die Astronauten auf dem Mars so klein wie möglich zu halten. Es muss sicher auch beachtet werden, wie der menschliche Körper auf die andauernde geringe Schwerkraft des Mars reagieren wird. Auch andere Fakten, wie die psychologische Verhaltensweise, müssen bei einer bemannten Mission berücksichtigt werden. Z. B. wie jemand auf längere Zeit, immer mit den selben Personen auf engem Raum zusammen, reagiert. Der wichtigste Faktor jedoch ist sicher, wie man sich auf dem Mars schützen muss. Und um das herauzufinden, ist der Mars Lander 2001 da. Ich finde die Mission wirklich lohnenswert.

5.0 Quellennachweis

Quellennachweis:

* Raumfahrtlexikon 2000
Autor: Dr. Bruno Stanek
Verlag: Stanek
ISBN 3-9521-1459-1-2

* Astronomie von A-Z
Autorin : Jaqueline Mitton
Verlag : Franckh-Kosmos
ISBN 3-440-07007-7

* NASA JPL
http://mars3.jpl.nasa.gov/2001/lander/lander_home.html

Reto Trappitsch
E-Mail: Trappitsch@adon.li


Anhang 3

Meinungsverschiedenheit

Robotic Arm und Bodenstaub Experiment

rationale Fakten   irrationale Fakten  
wird beim Graben triboelektrische Strahlung messen Die Daten, die diese Instrumente messen werden, wurden noch nie gemessen.
wird Dreckmaterial messen und deckt dabei andere, störende Strahlung ab wird Bilder von Dreckmaterial liefern, das sich unter dem Marsstaub befindet.
besitzt eine Schaufel, die Bodenmaterialien in ein Nass-Chemie-Laboratorium befördert, welche dann dort ausgewertet werden ist von Bedeutung für spätere Missionen, bemannt oder unbemannt.
Gesteinsproben werden direkt im Lander ausgewertet    
kann uns Aufschluss darüber geben, aus was der Marsstaub besteht. => zeigt evt. Gefahren für Menschen    
Wir können schlussfolgern, wie der Mars früher war (Klima / Zusammensetzung des Staubes / evt. ähnlich der Erde)    
Es werden topographische Bilder von verschiedenen Partikeln gemacht
=> Schlussfolgerung auf Bestandteile des Bodenstaubes
<=> Gefahren für Menschen?
   

=80%
=10%
=10%


Anhang 4

Meinungsverschiedenheit

Marie Curie

rationale Fakten   irrationale Fakten  
Schubladen können bis 91 Gesteinsproben aufnehmen man kann evt. die Proben auf der Erde ebenfalls auswerten => individuell
kann dreizehn sandige Bodenproben aufnehmen Die Rover Kamera liefert Bilder, die näher an den zu analysierenden Objekten sind
e.T. der Bodenproben wird sofort im Lander analysiert es bestehen bereits solche Daten von Mars Pathfinder Mission
e.T. wird voraussichtlich im Jahre 2005 automatisch zur Erde gebracht ein ähnlicher Rover (Sojourner bei Mars Pathfinder) wurde bereits erfolgreich eingesetzt
Es werden ebenfalls Bodenproben analysiert    
Das APXS wurde bereits erfolgreich eingesetzt    

=40%
=50%
=10%


Anhang 5

Gegenüberstellung Anhang 3 und 4

  Robotic Arm und Bodenstaub Experiment Marie Curie
80% 40%
10% 50%
10% 10%