Der Adler-Nebel

PHOTO NASA for ESA

Der Adler-Nebel ist ein sternbildender Nebel, ähnlich dem Orionnebel. Mit 7'000 Lichtjahren ist er im Sternbild der Schlange jedoch wesentlich weiter von uns entfernt.
Dieses Bild wurde am 1. April 1995 aufgenommen und zeigt grosse Säulen aus kühlem, dichtem Gas mit einer Höhe von einem Lichtjahr. Die Säulen sind so dicht, dass das Licht der in ihnen befindlichen Sterne sie nicht durchdringen kann. Die Säulen bestehen zum grössten Teil aus molekularem Wassestoff. Diese Verbindung ist normalerweise zu instabil, um ausserhalb von Nebeln existieren zu können. Energiereiches Licht (wie Ultraviolettstrahlung) kann die Moleküle sehr leicht ausbrechen. Die Säulen beinhalten ausserdem eine grosse Menge von mikroskopisch kleinen Partikeln, meistens Kohlenstoff, der als "Staub" die schützende Umgebung eines Nebels bilden kann.
Die Säulen haben die seltene Form, da einige sehr junge, massereiche Sterne über dem Ende der Säulen stehen, die das Gas und den Staub wegblasen. Ihr Licht zerbricht die Wasserstoffmoleküle und heizt das Gas in der Wolke auf. Wenn das Gas heisser wird, beginnt es sich schneller zu bewegen und verlässt schliesslich den Nebel. Die weniger dichten Teile des Nebels werden zuerst von der Strahlung beseitigt, und zurück bleiben die Säulen.