Initiative für KMU Franco Bonacina, ESA Die
Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine neue Initiative
gestartet, mit der kleineren Firmen durch Anschubfinanzierung und
anderweitige Unterstützung der Einstieg in die Satellitenkommunikation
erleichtert werden soll. Die Massnahme, für deren Durchführung die
Abteilung Telekommunikation der ESA zuständig ist, richtet sich an kleine
und mittlere Unternehmen (KMU) und Start-Up-Firmen in den Branchen
Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation mit für die
Satellitenkommunikation viel versprechenden neuen Geschäftsideen. Dazu
kann die kreative Nutzung vorhandener Satellitentechnologien z.B. zur
Erbringung neuer Internet-Dienste und für Multimedia-, Navigations- oder
Mobilfunkanwendungen gehören, aber auch die Erprobung neuer Systeme und
Technologien, die existierende Dienste vereinfachen bzw. verbessern
können.
Den in Betracht kommenden Unternehmen wird ein "Förderpaket" zur Entwicklung und Ausfeilung ihrer neuen Konzepte angeboten. Dadurch sollen diese eine technische und kommerzielle Reife erlangen, die eine realistische Chance auf anschliessende kommerzielle Finanzierung bietet. Ein solches "Paket" kann Folgendes umfassen:
Nach den Worten von Claudio Mastracci, ESA-Direktor für Anwendungen, ist dies "eine neuartige Initiative für die Telekommunikationsabteilung der ESA. Sie ist unmittelbar an Europas Unternehmer gerichtet, die aus unserer Sicht einen erheblichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Satellitenkommunikationsindustrie leisten können. Dass kleine Unternehmen nur schwer Zugang zur Satellitenbranche bekommen, ist uns bewusst; deshalb ist es umso wichtiger, dass ihnen die Chance dazu geboten wird, zum einen, damit sie ihr eigenes Erfolgspotenzial maximieren können, und zum anderen, um sicher zu stellen, dass eine schöpferische Dynamik, wie sie gegenwärtig in der terrestrischen Telekommunikation und in der IT-Branche zu beobachten ist, auch unserer Industrie zugute kommt." In der Erkenntnis, dass es kleinen Unternehmen in der Regel an Mitteln mangelt, hat sich die ESA ein verkürztes Bewerbungsverfahren ausgedacht, wonach die Kandidaten nach einem raschen Vorabbescheid ihre vollständigen Vorschläge einreichen. Bewerben können sich alle Unternehmen aus den Ländern, die am ESA-Telekommunikationsprogramm in diesem Bereich teilnehmen. Gegenwärtig sind dies Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Kanada, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und Spanien. Später können sich weitere Länder anschliessen. Nähere Auskunft zu der Initiative und zum Bewerbungsverfahren sind von der Telekom-Webseite der ESA unter http://www.telecom.esa.int abrufbar. Franco Bonacina |