| Space Shuttle Mission STS-92 |
Am Samstag dem 14. Oktober verzögerte ein Kurzschschluss die Montage der neun Tonnen schweren Z1-Halterung um zwei Stunden, bevor sie dann mit dem Manipulatorarm von Wakata korrekt durchgeführt werden konnte. Das Z1 beinhaltet eine Reihe von Gyroskopen und anderen Instrumenten und dient als Halterung für die grossen Solarsegel, die im Dezember 2000 geliefert werden.
Am Sonntag dem 15. Oktober machten McArthur und Chiao einen Weltraumspaziergang von sechseinhalb Stunden, während dem sie elektrische Kabel am Z1 anschlossen, zwei Kommunikationsantennen zusammensetzten und einen Werkzeugkasten für spätere Aussenbordarbeiten anbrachten.
Am Montag dem 16. Oktober führten Wisoff und Lopez-Alegria den zweiten, über siebenstündigen Weltraumspaziergang durch, bei dem der eineinhalb Tonnen schwere Andockadapter von Pilot Pamela Melroy mithilfe eines Laptop-Computers perfekt ausgerichtet und angeschlossen wurde. Mit dem Z1 und dem Adapter zusammen wiegt die ISS nun achtzig Tonnen! Nach dem Weltraumspaziergang führten Commander Duffy und Pilot Melroy eine Zündung der Steuerdüsen der Station durch, um die Umlaufbahn zu korrigieren.
Am Dienstag dem 17. Oktober stiegen Chiao und McArthur ein zweites Mal aus. Der Ausflug dauerte sechsdreiviertel Stunden, und in der Zeit installierten sie zusätzliche elektrische Komponenten am Z1 für die spätere Montage der grossen Solarsegel. Ein zweiter Werkzeugkasten wurde angebracht, und nach dem Ende des Ausfluges fand die zweite Zündung der Stationsdüsen statt.
Beim zweiten Ausstieg von Wisoff und Lopez-Alegria - dem insgesamt vierten - am Mittwoch des 18. Oktober erprobten die Astronauten ein kleines Sicherheitsrucksackpaket, mit dem Astronauten in einem Notfall jederzeit zur Station oder zum Shuttle zurückkehren können. Sie führten beide je einen fünfzehn Meter weiten Flug mit dem stickstoffgetriebenen SAFER (Simplified Aid For EVA Rescue) aus. Danach wurden mit dem Manipulatorarm weitere Befestigungsarbeiten ausgeführt, schliesslich fand die dritte Zündung der Stationsdüsen statt. Eine Übung, mit der Techniken erprobt werden sollten, wie ein Astronaut in einem Notfall wieder die Luftschleuse erreichen kann, wurde aus Zeitgründen gestrichen.
Der Donnerstag, der 19. Oktober, stand im Zeichen von Arbeiten innerhalb der ISS. Die Verbindungen zum Z1 wurden getestet und Versorgungsgüter verstaut. Mit einem Laptop-Computer wurden die Gyroskope, die die Lage der Station im Weltraum steuern sollen, getestet. Die Arbeiten dauerten etwas länger als geplant, wodurch die Trennung der Discovery von der ISS um neunzig Minuten verschoben wurde.
Am Freitag dem 20. Oktober, um 10 Uhr 08 CDT dockte die Discovery von der ISS ab. Fünfundvierzig Minuten später wurden die Steuerdüsen gezündet, um den Shuttle auf eine tiefere Umlaufbahn zu bringen, wodurch sie sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft der vergrösserten Station entfernte. Daraufhin folgte ein halber Tag der Ruhe, in dem sich die Besatzung von den Arbeiten erholen konnte.
Der Samstag, der 21. Oktober, stand im Zeichen der Vorbereitungen für die Landung, mit denen die Discovery von einem Orbitgerät in ein Landungsgerät verwandelt werden musste. Die Systeme und Düsen wurden getestet, und alles bereitete sich vor für die Landung.
Die Wetterverhältnisse verhinderten eine Landung am Sonntag, dem 22. Oktober und wurde um einen ganzen Tag verschoben. Inzwischen meldete die Bodenkontrolle der ISS eine perfekte Funktion der neu installierten Systeme.
Leider war das Wetter auch am Montag, dem 23. Oktober, nicht so, dass eine Landung in Cape Canaveral oder Edwards Base möglich gewesen wäre, wodurch die Landung um einen weiteren Tag verschoben wurde.
Am Dienstag des 24. Oktober schliesslich gelang eine Bilderbuchlandung bei schönem Wetter in Edwards Base, wo die Discovery um 4 Uhr CDT aufsetzte.
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