Neues von NASA

Washington Info 8/2000
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
DLR-Büro Washington, Ralf Huber
3. Oktober 2000

* Plutomission (Pluto-Kuiper Express) verschoben
* Neue Position des "Chief of News and Information" bei NASA
* Gelungener Technologietransfer - NASA lizenziert Bioreaktor
* NASA eröffnet einen neuen Bereich ("Enterprise")
* NASA verlängert X-33 Projekt
* Sachstand Marsprogramm
* Sachstand Internationale Raumstation
* Alternativer Zugang zur Raumstation

* Sicherheit des Space Shuttle laut US-Budesrechnungshof gefährdet
* Sachstand Exportkontrolle
* NBC will Game Show auf MIR-Station durchführen
* Privatisierung von Cape Canaveral - Anhörung im Kongreß
* Präsidentschaftswahlkampf in den USA

Plutomission (Pluto-Kuiper Express) verschoben

Der "Associate Administrator" der NASA für Weltraumwissenschaften, Ed Weiler, hat die geplante Plutomission, die bereits im Dezember 2004 gestartet werden sollte, verschoben. Die Kosten von zwei geplanten planetaren Erkundungsmissionen, eine zum Pluto und eine andere zum Jupiter-Mond Europa, haben sich innerhalb von zwei Jahren verdreifacht, so daß verfügbare Mittel nicht mehr ausreichen. Da die Mission zu Europa eine höhere Priorität in der NASA-Planung hat, mußten die Kosten bei Pluto reduziert werden. Pluto ist der einzige Planet in unserem Sonnensystem, der bisher noch nicht erkundet wurde. Durch die große Entfernung des Pluto zur Sonne und durch seine elliptische Flugbahn ist es schwer eine günstige Trajektorie für Missionen zum Pluto zu finden. Die derzeitige Konstellation von Sonne-Erde-Pluto ist optimal, wird aber nicht lange andauern. Die Entfernung von der Sonne wird bald wieder größer und die Temperaturen dadurch sinken. Somit werden interessante wissenschaftliche Messungen, insbesondere die der Atmosphäre, nicht mehr möglich sein. Daher muß die Mission bis 2020 durchgeführt werden, was einen Start bis spätestens 2006 notwendig macht. Möglicherweise werden verbesserte Antriebssysteme gebraucht, um eine "schnellere" Flugbahn zum Pluto zu realisieren. Lobbyisten diverser Wissenschaftseinrichtungen (u.a. American Astronomical Society und Planetary Society) wollen diese einzigartige Mission trotzdem durchführen und üben derzeit erheblichen Druck auf Mitglieder des Kongresses aus. Man erhofft sich eine entsprechende Aufstockung der NASA-Mittel für 2001, die bisher noch immer nicht endgültig verabschiedet wurden. Auch im Kongress gibt es Stimmen, die eine Aufstockung befürworten. Da der Prozess der Haushaltsverteilung, unter dem Druck der anstehenden Präsidentschaftswahlen, mit Verspätung in die Endphase geht, muß man mit allen Möglichkeiten rechnen. Das Hauhaltsjahr 2001 hat bereits am 1.10. begonnen, ist aber im Kongress noch nicht bewilligt.

Neue Position des "Chief of News and Information" bei NASA

Dan Goldin hat Herrn Bob Jacobs als "Chief of News and Information" bei der NASA eingestellt. Bob Jacobs ist Journalist und war zuvor bei der Associated Press angestellt. Herr Jacobs wurde für seine Leistungen als Produzent bereits mit dem Emmy ausgezeichnet.

Gelungener Technologietransfer - NASA lizenziert Bioreaktor

Die NASA hat ihren Bioreaktor, mit dem Zellenwachstum im Weltraum stimuliert werden kann, für eine Lizenzgebühr von $400.000,- an die Firma Fisk Ventures Inc. vergeben. Die Firma wird mit dem Bioreaktor vier neue Produkte entwickeln, u.a. eine Anlage zu Unterstützung der menschlichen Leber (ähnlich der Dialysegeräte für Nierenpatienten). Neben der einmaligen Lizenzgebühr erhält NASA zudem eine Lizenzgebühr von 5% für jeden Verkauf.

NASA eröffnet einen neuen Bereich ("Enterprise")

Das bisherige "Office of Life and Microgravity Science and Application (OLSMA)" wird in einen neuen Bereich ("Enterprise") mit dem Namen: "Office of Biological and Physical Research (BPR) überführt. Das Spektrum dieses Bereiches beinhaltet wissenschaftliche Grundlagen- und angewandte Forschung in Biologie, Physik, Chemie und Biomedizin. Der Bereich soll die wissenschafliche Gemeinschaft in den USA in die Aktivitäten eng einbinden. Mit diesem Berich will Goldin die wissenschaftliche Exzellenz der NASA, insbesondere in interdisziplinären Gebieten wie Molekularmedizin, Nanotechnologie, Informationstechnik und Genomics, verbessern. Diese Veränderung ist Bestandteil der Strategie von Dan Goldin, das "Goldene Dreieck der Technologien" zu schaffen, mit Biotechnologie, Nanotechnologie und Informationstechnologie als Fundament. Derzeit wird ein Leiter für diesen Bereich gesucht und bis dahin wird die "Chief Scientist" der NASA, Frau Kathie Olson, die Leitung kommissarisch übernehmen. Als permanente Stellvertreterin (Deputy Associate Administrator) wurde Dr. Julie Swain benannt.

NASA verlängert X-33 Projekt

NASA und Lockheed Martin haben eine Vereinbarung zur dreimonatigen Weiterführung des X-33 Projektes bis März 20001 erzielt, bei der NASA weitere $68 Mio. bezahlen wird. Mit dem X-33 Projekt sollen kritische Technologien für zukünftige kostengünstige Raumtransportsysteme entwickelt werden. Ein verkleinerter Demonstrator sollte diese Technologien mit 15 Flügen demonstrieren. Der erste Testflug wird nun frühestens 2003, d.h. mit einer Verspätung von 5 Jahren zur ursprünglichen Planung, stattfinden. Ein wesentliches Element dabei ist der Test eines Treibstofftanks aus Verbundwerkstoffen, der jedoch bei einer ersten Belastungsprobe Ende 1999 versagte. NASA und Lockheed Martin einigten sich, den Demonstrationsflug mit einem herkömmlichen Aluminiumtank zu fliegen. Diese Alternative wurde in den letzten Monaten von vielen Kritikern befürchtet, da somit das Ziel der Technologiedemonstration, was die zukünftigen Tankbauweisen angeht, verfehlt würde. Zudem ist bisher nicht bekannt, wer die zusätzlichen Kosten von $55 Mio. bezahlen soll. Lockheed Martin hofft auf eine Zuwendung aus der neuen Space-Launch-Initiative der Clinton Administration, wenn diese nach der ursprünglichen Kürzung des Haushaltsausschusses im Repräsentatenhauses wieder hergestellt wird. Eine solche Zuwendung würde bisherige Planungen für die Space-Launch-Initiative durcheinander bringen. Da NASA bisher $922 Mio. in X-33 investiert hat, werden bereits Kompromisslösungen diskutiert.

Sachstand Marsprogramm

Das Mars-Programm der NASA wird derzeit noch umgeplant. Die nächsten zwei Missionen stehen jedoch schon fest. Im nächsten Jahr wird die Mission "2001 Mars Odyssey" durchgeführt. Dabei wird ein Marsorbiter am 7. April 2001 auf einer Delta II Rakete entsendet, der die Oberfläche des Mars auf Wasser und Eis hin untersuchen soll. Zudem soll die Strahlungsbelastung auf der Oberfläche gemessen werden, um zukünftige bemannte Missionen vorzubereiten. In 2003 wird eine Mission mit zwei identischen Marsrovern die Oberfläche des Mars vor Ort erkunden. NASA plant die Einbindung der Öffentlichkeit bei der Erkundung, ähnlich der erfolgreichen Pathfinder - Mission in 1997. NASA beabsichtigt weiterhin, die jeweils günstigsten Konstellationen zwischen Erde und Mars zu nutzen und alle zwei Jahre eine Marsmission durchzuführen. Alle Missionen ab 2005 befinden sich derzeit noch in der Planung und sollen noch im Herbst dieses Jahres verkündet werden.

Sachstand Internationale Raumstation

NASA hat entschieden, eine vorhandene Teststruktur der Raumstation zu einem Antriebsmodul umzurüsten und dieses Ende 2004 zur Station zu bringen. Mit diesem Antriebsmodul wird man eine größere Unabhängigkeit von den Russen erlangen und das oft diskutierte "Interim Control Modul (ICM)" kann erst einmal auf dem Boden bleiben. Die Raumstation benötigt pro Jahr ca 7000 kg Treibstoff, um den Orbit der Station zu erhalten. Im letzten Jahr hat sich NASA gegen eine Aufrüstung des Space Shuttle zur Betankung der Station im Weltraum entschlossen. Das Antriebsmodul soll zum Betanken jeweils zur Erde zurück transportiert werden. Die Umrüstung des Antriebsmodul wird von Boeing durchgeführt, die den Hauptauftrag für die Raumstation mit NASA hat. Ursprüngliche Pläne von Boeing zum Bau eines Antriebsmoduls wurden von NASA gestoppt, als eine Kostenüberschreitung von mehr als $200 Mio. des insgesamt $540 Mio. teuren Moduls bekannt wurden.

Alternativer Zugang zur Raumstation

NASA hat vier mittelständischen Firmen einen Studienvertrag zur Untersuchung von alternativen Transportmöglichkeiten (Alternate Access Project) zur Raumstation vergeben. Die Studie, die drei Monate dauert und knapp $1 Mio. kostet, soll eine Ergänzung zur neuen Space-Launch-Initiative sein und die Unabhängigkeit der NASA vom Space Shuttle und von ausländischen Transportsystemen beim Zugang zur Raumstation untersuchen. Durch zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten soll die Betriebsfähigkeit der Station erhöht werden. Die Studie wurde an die Firmen Kistler Aerospace Corp., Andrews Space and Technology, Microcosm und HMX Ltd vergeben. Kistler als Beispiel arbeitet seit Jahren an der K-1 Rakete, die kommerziell und voll wiederverwendbar sein soll. Eine Flotte von fünf Raketen soll eine Startrate von 4 Starts pro Monat ermöglichen. Erste Testflüge werden zukünftig in Woomera, Australien durchgeführt. Kistler ist ein Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern.

Sicherheit des Space Shuttle laut US-Bundesrechnungshof gefährdet

Aufgrund eines zu großen Personalabbaus der NASA im Space Shuttle Programm ist die Sicherheit dieses Transportsystems gefährdet. Der US-Bundesrechnungshof (General Accounting Office) hat auf Anfrage des Senats eine Untersuchung durchgeführt und festgestellt, daß in den letzten fünf Jahren die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich von 3000 auf 1800 reduziert wurde. Bei den verbleibenden Mitarbeitern sind Anzeichen der Überarbeitung deutlich zu erkennen. In den vergangenen zwei Jahren wurden lediglich 4 Starts pro Jahr realisiert. Allein der Bau der Raumstation wird in den nächsten zwei Jahren ca. 20 Shuttle-Flüge erfordern, was den Druck auf das Team erheblich steigert. Die Anzahl der Mitarbeiter über 60 Jahren ist doppelt so hoch, wie die der Mitarbeiter unter 30 Jahren. Somit wird in den nächsten Jahren erneut ein großer Anteil der Erfahrung verloren gehen. Die NASA ist bereits in einer eigenen Studie Anfang dieses Jahres zu gleichen Ergebnissen gekommen und hat 95 zusätzliche Stellen für 2000 und 278 neue Stellen für 2001 geschaffen. Zudem werden bis 2005 zusätzliche $1,6 Mrd. für die Verbesserung der Sicherheit des Systems zur Verfügung gestellt.

Der vollständige Bericht des GAO kann unter folgender Adresse im Internet eingesehen werden:
http://frwebgate.access.gpo.gov/cgi-bin/useftp.cgi?IPaddress=162.140.64.21&filename=n200186.pdf&directory=/diskb/wais/data/gao

Sachstand Exportkontrolle

Am 22. Mai hat Präsident Clinton 17 Reformen der Rüstungskontrolle zugestimmt, die unter der Bezeichnung "Defense Trade Security Initiative (DTSI)" bekannt sind (Wash.Info 5/2000 vom 19. Juni). Die DTSI beinhaltet einen Vorschlag des Verteidigungsministeriums, in dem Ausnahmen für Exportlizenzen an qualifizierte Firmen in ausgewählten Ländern vergeben werden soll. Das Repräsentantenhaus beschloss im Juli, dass dazu jeweils ein Regierungsabkommen zwischen den entsprechenden Ländern notwendig sei, in dem beide Länder ihre Kontrollinstrumente zur Verhindungerung von Proliferation nachweisen müssen. Viele Industrievertreter und Politiker fordern eine völlige Ausnahmeregelung für Großbritannien, Australien, NATO-Staaten und Japan. Das Pentagon hat angekündigt, dass die Ausnahmeregelungen für Großbritannien und Australien am wichtigsten seien und bereits ab Herbst 2000 vorliegen sollten. Das Pentagon plant für die kommenden vier Jahre erstmals eine vollständige Überarbeitung der "Munitions List", in der alle sensitiven Technologien aufgeführt sind, für die man eine Lizenz benötigt. Die Clinton-Administration hat angekündigt, dass man im Oktober, nachdem der Kongress in die Herbstpause (in den Präsidentschaftswahlkampf) geht, die Zuständigkeit der Exportkontrolle für einige technische Komponenten der "Munitions List" des Außenministeriums zurück ins Wirtschaftsministerium verlegen möchte, um kurzfristig Abhilfe bei der bürokratischen Handhabung der Exportlizenzen zu schaffen.

NBC will Game Show auf MIR-Station durchführen

Die Fernsehanstalt NBC plant eine "Reality"-Show namens "Destination Mir" für $40 Mio. Nach ersten "Reality"-Programmen des Senders CBS wie "Survivor" und "BigBrother", die in diesem Sommer außergewöhnlich hohe Einschaltquoten erzielt haben, möchte NBC eine solche Sendung zum Thema Astronautenauswahl im Sternenstädtchen durchführen, wobei der Gewinner einen Flug zur Mir-Station gewinnt. Die Firma MIRCorp bietet diesen Mitflug kommerziell an. NBC hatte zuerst ein Angebot an NASA gemacht, was abgelehnt wurde. NASA wollte sich an einer Spielshow nicht beteiligen, da dies nicht die beste Verwendung von öffentlichen Mitteln sei.

Privatisierung von Cape Canaveral - Anhörung im Kongreß

Der Unterausschuss für "Space and Aeronautics" des Repräsentantenhauses hat am 28. September eine Anhörung zur Privatisierung der Raketenstartanlagen am Cape Canaveral durchgeführt. Diese Anhörung wurde vom Abgeordneten Dave Weldon initiiert, der die Space-Küste" von Florida im Kongress vertritt. Dabei standen die Optionen einer Privatisierung im Vordergrund und die Diskussion drehte sich in erster Linie um die Notwendigkeit und die Definition von Privatisierung. Staellitenbauer wie auch Raketenbauer, die auf den kommerziellen Markt zielen, beschweren sich darüber, dass die Abwicklung ihrer Starts durch die bürokratische Abwicklung der Luftwaffe eine Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie gegenüber Arianespace nicht zulässt. Zudem müssten kommerzielle Aktivitäten häufig zurückstecken, da militärische Satelliten grundsätzlich höhere Priorität hätten. Insgesamt scheinen die meisten Beteiligten jedoch eine vollkommene Privatisierung auszuschliessen. Sowohl das Pentagon wie auch die Industrie möchten dem Verteidigungsministerium eine Rolle der Förderung und Kontolle auch in Zukunft zusprechen. Einen wahren Fortschritt erhofft man sich erst durch die "Aerospace Commission" des nächsten Präsidenten, die zur übergeordneten Lösung solcher Fragen dienen soll und die dem Präsidenten vom Kongress in der Gesetzgebung zum Verteidigungshaushalt für 2001 vorgeschrieben wurde.

Präsidentschaftswahlkampf in den USA

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA geht ab nächster Woche (nach Columbus Day) in die Endphase. In den aktuellen Umfrageergebnissen von CNN, Newsweek etc. liegen George W. Bush und Al Gore mit jeweils 45% gleich. Dieses Ergebnis hat sich in den vergangenen Wochen mit abnehmenden Schwankungen zum Gleichstand entwickelt. Es ist mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Wahl zu rechnen. Laut einer volkswirtschaftlichen Analyse der Auswirkungen der politischen Konzepte, würde die Entwicklung in den nächsten 10 Jahren vergleichbar sein. Durch höhere Steuersenkung im Programm von Bush würde zwar theoretisch der Aktienmarkt der USA gestärkt, aber gleichzeitig ist die Unterstützung der sonst eher republikanischen Wall Street für Al Gore relativ hoch. Diese Unterstützung basiert wohl auf der Erfahrung in Zusammenarbeit mit Al Gore sowie auf der soliden Finanzplanung, die Al Gore vor wenigen Wochen vorgelegt hat.

Die Luft- und Raumfahrt wurde von beiden Kandidaten als wesentliche Grundlagen des Wohlstandes erklärt. Der Fokus von George W. Bush liegt sicherlich auf dem Ausbau der nationalen Verteidigung, mit einer gestärkten Luft- und Raumfahrt als Nebeneffekt. Gore ist gegen den Aufbau eines teuren und technisch bisher nicht durchführbaren "Missile Defense System" und sieht darüber hinaus die Gefahr eines neuen Rüstungswettlaufs. Während Bush eine neue Organisation ähnlich dem ehemaligen National Space Council etablieren will, glaubt Gore daß die Verantwortung für diese Themen im Weißen Haus (OSTP) und im National Security Council bestens aufgehoben sind. Beide Kandidaten wollen die derzeitigen NASA-Aktivitäten mit gleicher Intensität weiterführen. Al Gore hat seine Unterstützung für eine bemannte Marsmission bekundet. Bush hat daraufhin deutlich gemacht, daß er bei Fragen der Exportkontrolle eine neue Sichtweise einbringen will. Technologien, die auch anderswo erhältlich sind, sollen in vollem Umfang dem kommerziellen Massenmarkt zugänglich sein und nur die wirklich sensitiven Technologien sollen sehr restriktiven Exportkontrollen unterliegen.

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Ralf Huber
Head of DLR Washington Office
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